Datensicherheit in der Digitalen Kommunikation: Wieso nicht Zoom, sondern BigBlueButton?

Zoom ist nicht nur für Privatpersonen praktisch, weil die App stabil läuft und einfach zu nutzen ist. Warum also die große Kritik trotz des großen Erfolgs? Und zwar nicht nur von Datenschützern, sondern vor allem aus der Arbeitswelt? Weshalb sichere Alternativen wie Big Blue Button oder Jitsi immer wichtiger werden.

Zoom ist grundsätzlich anfällig für Schwachstellen im System, über die Hacker sich problemlos Zugang zu Firmenrechnern verschaffen können. Dadurch wird eine gewerbliche Nutzung juristisch hochproblematisch, da beispielsweise bei der Ausrichtung einer digitalen Unternehmensversammlung sensible Daten wie Abstimmungsergebnisse betroffen sein können. Im Nachhinein kann dementsprechend die Rechtmäßigkeit angezweifelt werden. Von einer generellen Sicherheit der Kundendaten kann dann schon lange keine Rede mehr sein.

Trotzdem hatte Zoom seine Dienste lange Zeit mit einer End-to-end Verschlüsselung beworben und erst nachdem sich die Probleme häuften eingestanden, dass sich der Prozess noch im Entwicklungsstadium befand. Bei erfolgreicher Umsetzung wird der höhere Sicherheitsstandard aber dann wohl ausschließlich der zahlenden Kundschaft zur Verfügung gestellt.

Alle anderen zahlen “nur” mit ihren Daten, da es grundsätzlich zu dem Geschäftsmodell der US-Firma Zoom gehört Daten ihrer Nutzerinnen und Nutzer zu sammeln oder direkt an Big Tech-Unternehmen wie Facebook weiterzuleiten. Sogar in öffentlich frei zugänglichen Datenbanken sind Mitschnitte von Meetings schon aufgetaucht. Aber nicht nur deshalb raten Datenschützer und Digitalpolitiker der meisten im Bundestag vertretenen Parteien von einem Gebrauch dieses Dienstes dringend ab.

Denn seit einigen Monaten häufen sich sogenannte “Zoombombing”-Attacken, die meist nach einem bestimmten Muster ablaufen: Unbekannte Tätern verschaffen sich unbemerkt Zugang zu Meetings und spielen Video- und Audio-Signale mit verstörenden, teils hochkriminellen Inhalten ein, die vielfach traumatische Stressreaktionen bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Meetings auslösen. Diese Attacken lassen sich zwar mit bestimmten Voreinstellungen vermeiden, haben aber zu einem weiteren öffentlichen Vertrauensverlust der App beigetragen.

Also höchste Zeit, leistungsstarke Alternativen zu testen und zum Glück gibt es mittlerweile einige. Vor allem das Webkonferenzsystem BigBlueButton erfreut sich zunehmender Beliebtheit, denn gerade wenn die Bereitstellung des Dienstes über eigene, sichere Server erfolgt anstatt über eine App wie Zoom, kann umfassende Datensicherheit garantiert werden. Folgerichtig nutzen eine ständig wachsende Zahl von Unternehmen und Bildungseinrichtungen, wie Universitäten und Schulen, den BigBlueButton-Dienst für die störungsfreie und sichere Ausrichtung ihrer täglichen Treffen und Veranstaltungen. 

Falls ihr weitere Fragen bezüglich BBB, Jitsi oder anderen seriösen Alternativen zu Zoom haben solltet, kontaktiert das IT:Kollektiv und wir helfen euch gerne dabei die beste Lösung für eure Zwecke zu finden!

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